Auf zum gemeinen Uneigentum?

26. April 2014

Beitrag zum Keimform-Schwerpunkte der Streifzüge. Anmerkungen aus ökokommunistischer Sicht (Geringfügig  überarbeitet) .

Am Keimform-Blog (keimform.de) schätze ich neben Berichten und Reflexionen über Open Source oder Peer-to-Peer Projekten Zeichen ernsthaften Nachdenkens über Kommunismus.

Ganz unutopistisch sind reale Bewegungen ins Visier genommen, die als Keimformen eines kommunistischen Füreinanders identifiziert werden. Allerdings eines mit „C“ geschriebenen Kommunismus, der vom Begriff der „Commons“ abgeleitet ist bzw. vom „Commoning“. Denn Commons oder Allmendegüter, so wird hier zurecht betont, sind keine Dinge, deren Natureigenschaft es ist, für alle da zu sein. Commons werden erst durch das Commoning Realität. Und die existiert insoweit die Verarbeitung, Verwendung, Pflege, Wiederherstellung usw. von Ressourcen eine tatsächlich gemeinsam zu verantwortende Angelegenheit aller ist

Das unterscheidet sich insoweit nicht von meinem Verständnis eines (öko-) kommunistischen Füreinanders (oekohumanismus.wordpress.com/about). Nur suche ich dahin gehende Entwicklungspotenziale nicht allein in Sphären eines bereits verwirklichten „Commoning“, wo die Formen des menschlichen Füreinander-Produzierens bereits nahezu kommunistische (commonistische) sind.

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Einige Bemerkungen zu Silke Helfrichs Reflexionen über Commons, Institutionen, Recht und Eigentum

15. Juni 2013

Ich hatte neulich in aller Herrgottsfrühe den im Commons-Blog am 6. 6.13 eingestellten Beitrag mit dem Titel „Commons-Institutionen sind nur Hülle, nicht der Kern“  (Teil 2/4)  kommentiert. Dem folgte neben einer Entgegnung die herzliche Bitte, mich in Zukunft etwas weniger verschachtelt auszudrücken.

Ja, manchmal drängt es mich, mal schnell etwas anzumerken, und es wird dann schnell komplizierter als dass es in der gerade zur Verfügung stehenden Zeit gebührend einfach gesagt werden kann. Und schon ist der Schachtelsalat angerichtet.

Deshalb lege ich meine „ökokommunistischen“ Gedanken zum Commons-Blog-Beitrag nun  hier dar.

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Videos International Commons Conference

24. Mai 2013
Hatte ich Schlafmütze glatt verpasst. Aber dank der Heinrich Böllstiftung gibt es eine zweite Chance.
Ein Lob der modernen Komunikationstechniken

Mehr Informationen gibt es auf Keimfom

Dort auch Notes to Reciprocity and Stigmergy

und auf der Site der Economics AND the Commons Conference

Erster Tag (1)

ErsterTag (2)

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Staatsversagen ist Kapitalismusversagen. Und nun? (1)

18. September 2012

Dass der Staat nicht mit Geld umgehen könne und Steuern deshalb besser in privaten Händen verbleiben sollten (etwa denen des Hotel- und Gaststättengewerbes und dessen Kunden) gehört zu den zentralen Klassenkampfparolen unverbesserlich neoliberal geschniedelter Talkshowschnösel.

Unlängst kommentierte etwa der als Mensch bei Maischberger auftretende Weltwoche-Chef Roger Köppel  mit dieser Behauptung die u.a. von Sahra Wagenknecht und dem Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Ulrich Schneider vorgebrachten Fakten über mangelnde finanzielle Möglichkeiten zur Erfüllung notwendiger Staatsaufgaben.

Die beiden hatten für eine Reichensteuer argumentiert, was ich, nebenbei bemerkt, für eine gute Idee halte, die aber eine noch bessere wäre, würde sie mit der Forderung nach einer sozio-ökologischen Reform der Mehrwertsteuer (national) und  des Welthandelssystems (international) einhergehen, so dass es um mehr ginge, als um eine gerechtere Verteilung ökologisch desaströser Raubbaugewinne.

Neoliberalisten wissen in ihrer einschlägigen Borniertheit natürlich nicht, dass in der kapitalistischen Ära moderne Sozialstaaten unverzichtbare Instrumente zur Begrenzung von Kapitalismusversagen  (man ist also versucht zu sagen: des eigenen Versagens) sind. Ohne Staaten gäbe es keinen Kapitalismus,  keine private Verfügung über Produktions-, Transaktions- und Konsumtionsmittel, kein Geld, kein Lohn und Gehalt, keinen privaten Unternehmensgewinn, kein Marktgeschehen ohne ständige Anfechtung durch Betrug oder Raub und keine den Geschäftsinteressen angemessene (Wieder-)Herstellung bzw. Anreicherung von Humankapital.

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Das COMMONS BUCH (2)

26. August 2012

Ein erneuter Blick in das Commons Buch

Das von der Böllstiftung  und der Commons-Expertin Silke Helfrich herausgegebene 400 Seiten starke Lesebuch, in dem 90 Autor_innen aus 30 Ländern unter anderem darüber aufklären, was mehr wird wenn wir es teilen, ist natürlich ein MUSS.  Werde mich hier also nach und nach mit seinen einzelnen Beiträgen auseinandersetzen.

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Versuche zu acht Orientierungspunkten für das Commoning (2) – von der Wissenschaft zur Ideologie?

23. August 2012

Ja, so schnell kann es gehen. Da war ich am Ende wohl selbst  mit auf dem Weg von der Wissenschaft zur Ideologie. Während der ersten Commons-Sommerschule waren aus den Ostromschen Designprinzipien für erfolgreiches Commons-Management acht Orientierungspunkte für das Commoning  entwickelt worden. Die auf dem Commons-Blog auf deutsch und englisch wiedergegebenen Orientierungs-Punkte sind der Commons-Expertin Silke Helfrich zufolge zwar „relativ stabil“, aber da  Änderungsvorschläge „gleichwohl jederzeit willkommen!“ sind, fühlte ich mich angeregt, die in der „Wir-Form“ (aus einer Binnenperspektive heraus) wiedergegebenen O-Punkte in eigenen Worten und Gedanken zu fassen und sie dabei nach eigenem Gutdünken, also zuächst einmal für mich selbst, weiter zu entwickeln.

Erst danach habe ich mir die entsprechenden acht Designprinzipien für erfolgreiches Commons-Management von Elenor Estrom (in einer Übersetzung von Silke Helfrich) angesehen und muss nun erkennen, einer alle Klarheiten beseitigende Ideologisierung der aus zahlreichen Feldforschungen gewonnenen Prinzipien Ostroms nur noch eins drauf gegeben zu haben.

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Versuche zu acht Orientierungspunkten für das Commoning (1)

21. August 2012

Wie der Commons-Blog meldet, wurden während der ersten Commons-Sommerschule (im Juni 2012 in Bechstedt/Thüringen) aus den Ostromschen Designprinzipien für erfolgreiches Commons-Management acht Orientierungspunkte für das Commoning  entwickelt. Die auf dem Commons-Blog auf deutsch und englisch wiedergegebenen O-Punkte sind der Commons-Expertin Silke Helfrich zufolge „relativ stabil“. Änderungsvorschläge seien aber „gleichwohl jederzeit willkommen!“ Nun, denn:

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