Aprilscherzthesen? Sozialismus geldverkehrsfrei?

20. März 2013

Dass die sich als „magazinierte Transformationslust“ beschreibende Onlinepräsens der „Streifzüge“ Ulrich Weiß Kritik an Marx „Kritik des Gothaer Programms“ am 1. April (2010 ) präsentiert hatte, hatte, wie ich inzwischen erfaren habe, keinerlei tiefere Bedeutung. Ich hatte das in Erwägung gezogen, weil wegen einem technischen Problem das Kommentieren  unmöglichich war und der Versuch zu einem Spendenaufruf geführt hatte. Es war also keine subtile Kritik an den Autor.

Weiß entlarvt Marx hier als Vulgärsozialist und Antimarxist, weil dieser es in seinen berühmten Randglossen zum Gothaer Vereinigungssprogramm der deutschen Sozialdemokratie versäumt habe, nicht nur die sofortige Geburt sondern auch das sofortige Ausgwachsensein eines geldverkehrsfrei gezeugten Kommunismus zu verlangen, also einen, der ganz unbefleckt vom sündigen Kapitalismus zur Welt zu bringen wäre.  Dieser aus seinem eigenen heiligen Geist gezeugte  „Kommunismus“ solle das Licht der Welt nach Weiß Meinung von Beginn an „vom Werte befreit“ erblicken, sprich Lohnarbeit, Kaufen und Verkaufen usw. sogleich abgeschafft sein und Geld nur noch als Museumsexponate aus grauer Vorzeit vorkommen dürfen.

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